Verkehrssituation in der Möllner Hauptstraße

Seit Jahren ist wirklich niemand mit der Verkehrssituation in der Möllner Innenstadt zufrieden. Die Initiative „Bürger für Mölln“ drängt auf eine schnelle Verbesserung der Verkehrssituation in der Möllner Hauptstraße. Anlässlich der Einwohnerversammlung am 17.11.2010 wurde der Antrag gestellt, dass die Stadtvertretung einen Auftrag zur umfassenden Verkehrsplanung für die Stadt Mölln vergibt mit der Prämisse, dass das Befahren der Altstadt mit dem Auto künftig die Ausnahme darstellt.

In der Stadtvertretung am 16. 12. 2010 wurde beschlossen, dass vor Vergabe eines neuen Gutachtens die diversen Gutachten der letzten Jahre zur Verkehrssituation vom Bauamt aufbereitet und dem Bauausschuss zur Beratung vorgelegt werden. Erst danach soll  über ein neues Gutachten entschieden werden. 

Wir halten die Ausgaben für ein erneutes Gutachten bei der jetzigen Haushaltssituation für fragwürdig. Soweit wir erinnern sind in den Vorgutachten viele Vorschläge gemacht worden, für die keine Mehrheiten zustande kamen und somit nicht umgesetzt wurden. Sogar eine Fußgängerzone in der Hauptstraße wurde eingerichtet und nach kurzer Zeit wieder aufgehoben weil es einen Sturm der Entrüstung gab.  Wir erinnern: Beschlossen ist ein Mobilitätskonzept für Mölln zu beauftragen, welches auch die Innenstadt umfasst. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt und können uns gut vorstellen, dass mit den Konzeptvorschlägen in Verbindung mit den Ergebnissen der vorliegenden Gutachten eine umsetzbare Lösung gefunden wird. Weiterhin ist beschlossen, Gutachten zu beauftragen, welche  die Fördermöglichkeiten  der beiden aus dem ISEK-Prozess hervorgegangenen Hauptentwicklungsgebiete untersucht. Eins der Gebiete ist die Innenstadt. Vielleicht können Fördermittel geworben werden, um eine schnelle für allen Beteiligten konsensfähige Lösung umzusetzen. 

Wir wissen, dass die Innenstadtbewohner eine Verbesserung der Verkehrssituation zunehmend ungeduldiger fordern. Aber jedes zusätzliche Gutachten kostet neben Geld, welches später für eine Maßnahmenumsetzung fehlt, auch Zeit. Wir sind der Meinung, dass mit dem jetzt beschlossenen Vorgehen ein gangbarer und zeitsparender Kompromiss gefunden wurde. Und man darf bei all dem berechtigten Unmut der Innenstadtbewohner nicht aus den Augen verlieren, dass wir mit einer Totalsperrung der Innenstadt, bzw. Hauptstraße die Bewohner des nördlichen Stadtteils benachteiligen und sich die Verkehrsteilnehmer andere stadtnahe – unerwünschte -  Wege durch ruhige Wohngebiete suchen. Deshalb bitten wir den politischen Gremien Zeit zu geben, das Pro und Kontra möglicher Änderungen ausgiebig zu diskutieren, damit ein mehrheitsfähiger Beschluss Bestand hat und nicht wie vor einigen Jahren eine Durchfahrtssperre in der Hauptstraße nach heftigem Protest nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wird.

Rosemarie Büttner

FMW-Fraktionsvorsitzende

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