Verbindungsstraße Mölln-Süd

Bei der letzten Stadtvertretersitzung war der Beschluss einstimmig—nach den Sommerferien soll im Rahmen einer Einwohnerversammlung mit Thema Südumgehung Mölln / südliche Sammelstraße der Planungsstand erörtert werden um so den Bürgern das Vorhaben näherzubringen.  Ausgangspunkt war ein von der Stadtvertretung im Jahre 2006 in Auftrag gegebenen Gutachten welches in Anknüpfung an eine vorangegangene Untersuchung die prekäre Verkehrssituation zwischen der Bundesstraße B207, der Überquerung des Elbe-Lübeck Kanals und der anschließenden Verkehrsführung der L257 / L287über den Vorkamp, Eichholzberg, Grambeker Weg, Berliner Straße zum Gudower Weg untersuchen soll. Das vorliegende Gutachten(Dezember 2008) hat die Verkehrsströme ermittelt, eine Einschätzung für das Verkehrsaufkommen in den folgenden Jahren prognostiziert und zwei Varianten zur möglichen zukünftigen Verkehrsführung aufgezeigt.Die sogenannte Verbindungsstraße Mölln-Süd, Planfall S1 und Planfall S2. Beide Varianten haben zum Ziel einer Anbindung der B207, mehr oder weniger direkt, mit dem Gudower Weg L287 auf Höhe westlich des Lütauer Sees. Gerade das Teilstück vom Grambeker Weg zum Gudower Weg führt durch Wohngebiete und durch eine der beliebtesten Waldlandschaften Möllns.Gibt es wirklich nur diese beiden Alternativen? Die FMW denkt nicht so.Nach wie vor sollte die Diskussion offen sein für das Für und Wider einer solchen für Mölln wichtigen Baumaßnahme. Gerade in der Planungsphase müssen die Interessen und Bedenken besonders der unmittelbar beteiligten Anlieger ernst genommen werden, aber auch die Belange von Natur und Landschaft, sowie die Baukosten immer wieder auf ihre Aktualität hin geprüft werden.Ein Umstand sollte dabei immer präsent sein. Die Kanalbrücke ist nicht für die Ewigkeit gebaut. Eine Einschränkung oder gar ein Ausfall der Befahrbarkeit der Kanalbrücke würde zwangsläufig zu einem Verkehrskollaps in der Hauptstraße bzw. im Grambeker Weg führen. Es muß erlaubt sein zu fragen warum eine Verbindungsstraße bis zum Gudower Weg realisiert werden soll?Der Verkehr in Richtung Gudow wurde in dem Gutachten mit unter 5000 KFZ/pro Tag und ca. 7% Schwerlastverkehr als gering eingestuft. Eine Anbindung des Gewerbegebietes Mölln, der Mülldeponie Damm, sowie eine weitere Zufahrt zu den am Grambeker Weg angesiedelten Verbrauchermärkten ist wünschenswert und würde den Verkehr an der Kanalbrücke stark entlasten. Auch die Anbindung der Industriestraße an die zukünftige Verbindungsstraße wäre sinnvoll und wünschenswert. All dies könnte bereits mit einer südlichen Anbindung an die geplante Umgehungstraße Breitenfelde über den Elbe-Lübeck-Kanal, die Bahnüberführung bis zum Grambeker Weg, Höhe Liliental Weg realisiert werden. Dabei führt diese Trasse über „unbewohntes Gebiet“ durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, wie auch die Trasse des Planfalles S1 (siehe auch Grafik 1/2/3). Die Strecke S2 (siehe auch Grafik 4/5/6/7) von der Umgehungsstraße B207 bis zum Grambeker Weg ist erheblich länger als S1. Außerdem durchschneidet diese Umgehungsstraße das Waldgebiet zwischen der Eisenbahnbrücke und dem Grambeker Weg .Die Eisenbahnbrücke würde ca. 10 – 12m hoch werden, wollen wir das eigentlich? Ein weiteres Problem, diese Umgehung endet am Grambeker Weg in Höhe Heidering. Der LKW-Verkehr müsste somit rückwärts über den Grambeker Weg nach Mölln ins Gewerbegebiet und dem anschließenden „Discountergebiet“ geleitet  werden. Desweiteren besteht die Gefahr, dass eventuell später einmal der Heidering tatsächlich ausgebaut wird und dann der gesamte Verkehr zum Gudower Weg durch das Wohngebiet „Waldstadt Mölln“ führt; oder es müssen erhebliche Waldflächen am Drüsensee/ Lütauer See durch den Straßenbau vernichtet werden.Aus Sicht der FMW reicht eine „Verbindungsallee“ von der Bundesstraße bis zum Grambeker Weg allemal aus, die heutige Kanalbrücke zu entlasten und einen flüssigen Verkehrsfluss der L257/L287 durch Mölln zu gewährleisten. Zugegeben es können hiermit nicht alle Wünsche erfüllt werden, doch für alle Anwohner der in den Planfällen S1 / S2 beschriebenen Trassen ist die „Verbindungsallee“ sicher die einzige sinnvolle Lösung. Nicht nur die Strecke selbst „halbiert“ sich, auch die Kosten würden sich stark reduzieren.Vorausgesetzt die geplanten Zuschüsse können auch so realisiert werden (bis 70% der Kosten trägt der Bund bzw. das Land), wird sich die FMW für eine „Verbindungsallee“ von der B207 bis zum Grambeker Weg einsetzen. Die Realisierung einer südlichen Umgehungsstraße in welcher Ausführung auch immer, ohne entsprechende Zuschüsse, würde für Mölln allein aus heutiger Sicht nicht finanzierbar sein. Die FMW würde einer Realisierung in diesem Fall nicht zustimmen.

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