Möllner Gemeinsinn wird landesweit anerkannt

August 27th, 2010

Die „Arbeit im Netzwerk“, das Gemeinschaftsprojekt aller Möllner Schulen ist vom Bildungsminister des Landes Schleswig-Holstein mit dem Titel „Zukunftsschulen 2010“ ausgezeichnet worden. Unsere Gratulation an die Schulleiter, die mit Ihrer Lehrerschaft all’ die Projekte in der Möllner Schullandschaft zielstrebig und erfolgreich verfolgen.  Dies ist ein großer Erfolg für den „Gemeinschaftsgeist“.

In der heutigen Zeit ist Bildung eine schwierige Aufgabe. Neben Familien die ihren Kindern gute Chancen ins Leben wünschen und sie fördern und auch persönliche Opfer bringen, wächst die Zahl der Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen  kaum noch Werte gelten. Haben wollen ohne Arbeit, ignorieren, ja missachten von Regeln ist vielen zur Lebensauffassung geworden. Die Mühe konstanten Lernens und der damit verbundenen Freude über eigene Erfolge können oder wollen diese Eltern ihren Kindern nicht mehr vermitteln. Und doch entscheidet nach wie vor eine erfolgreich absolvierte Schulzeit über das spätere Leben.

In den Schulen treffen die Kinder aus diesen so verschiedenen Lebenswelten zusammen und sollen mit den gleichen Startchancen ihren beruflichen Lebensweg beginnen. Eine schwierige Kräfte zehrende Aufgabe für die Lehrerschaft.

Um so mehr sind die vielfältigen Initiativen der Schulen zu loben. Diese vermitteln ja nicht nur Wissen, sondern die Kinder und Heranwachsenden lernen eben auch Regeln einzuhalten, die Natur zu achten, viele kommen auch erstmals neben dem Fernsehen erstmals mit Literatur und Musik in Berührung und erfahren wie bereichernd das sein kann. Alle diese Projekte und Vorhaben lassen sich nicht mit der Pflichtstundenzahl der Lehrer bewältigen, sondern es steckt viel zusätzlicher Einsatz für ihre Schüler und die Gesellschaft darin. Unser Dank gilt allen engagierten Lehrern.

An dieser Stelle möchten wir auch unserem zweiten Vorsitzenden Hans Reis ganz herzlich zu der Ehrennadel des Landes Schleswig Holstein gratulieren, die ihm am 13. 7. 2010 vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein P. H. Carstensen überreicht wurde für fast 30jähriges Engagement für Kultur und Politik in Mölln.

Diese Beispiele zeigen neben vielen anderen, dass in unserer Gesellschaft und auch in unserem Mölln, viele Bürger leben, die sich in Vereinen, Interessengemeinschaften und sozialen Netzwerken engagieren und für die „Gemeinwohl“ noch etwas bedeutet. Ihnen allen gebührt unsere Anerkennung.

Für die FMW-Fraktion

Rosemarie Büttner

Politiker sind auch nur Menschen

Juli 9th, 2010

das wurde gerade bei der letzten Stadtvertretersitzung sehr deutlich. Es ging um Befindlichkeiten, Eitelkeiten, Enttäuschungen und um Macht.

Auch der FMW wäre es lieber gewesen Steuergeschenke für alle Möllner Bürger machen zu können, dies ist aber gerade in diesen schweren Zeiten für die Stadt Mölln nicht finanzierbar. Die Möglichkeit das Sparpaket des Bundes in ähnlicher Weise auf Mölln zu übertragen und den bereits stark belasteten Bürger erneut in die Geldbörse zu greifen; halten wir für falsch. Zugegeben die Anhebung der Hebesätze belastet diejenigen, die „mehr besitzen“ als andere, aber auch sie profitieren von einem funktionierenden und verantwortungsvollen Handeln der Stadtverwaltung. Einrichtungen für unsere Kinder, kulturelle sowie touristische Anziehungspunkte sowie die Unterhaltung, Pflege und ständige Verbesserung der städtischen Anlagen und Grünflächen kosten Geld, machen aber auch die Stadt lebens- und liebenswerter.

Das Projekt Naturparkzentrum (neuer Eingang Wildpark) ist ein Projekt, welches über die Stadtgrenzen Möllns hinaus strahlt, ein Leuchtturmprojekt. Eine Einrichtung die mit dazu beitragen kann unseren Kindern den bewussteren Umgang mit der Natur zu vermitteln. Mehr Besucher für Mölln bieten auch die Chance auf ein aktiveres wirtschaftliches Treiben, gerade in der Innenstadt.Dies wird nicht nur von der FMW so gesehen. Auch das Land und die EU finanzieren dieses Projekt mit 900.000 € und dieses Geld ist bereits bewilligt. Bei einer Investitionssumme von ca. 1,6 Mio. € bedeutet dies einen Eigenanteil der Stadt von ca. 700.000 €. Gerade in Zeiten wie diese sollte in solide, nachhaltige Projekte investiert werden. Das Naturparkzentrum ist so ein Projekt und mit der Förderung sicher eine kostengünstige und gute Investition für die Zukunft. Leider scheint selbst dieses Projekt in den politischen Parteien der Stadt Mölln keine Akzeptanz zu finden.

Die einen wollen dies nicht und die anderen wollen jenes nicht. So ist das bei uns Menschen. Leider fehlt auch der politische Wille sich bereits im Vorfeld über alle Fraktionen hinweg über tragbare Konzepte Gedanken zu machen.Bleibt abzuwarten wie es weiter geht. Die FMW ist jederzeit bereit an diesen tragbaren Konzepten mitzuarbeiten.

Udo Betz

Spare in der Zeit – dann hast du in der Not !

Mai 13th, 2010

So oder ähnlich konnte man früher Weisheiten lernen und anwenden, die anscheinend heute keinerlei Bedeutung mehr haben.  Heutzutage leihen wir uns mehr und mehr Geld in der Zukunft, um die Gegenwart erträglich zu gestalten. Wie sonst ist es zu verstehen, dass mit Feststellung des nicht unbeträchtlichen Fehlbetrages im Möllner Haushalt im Januar dieses Jahres noch keinerlei greifende Beschlüsse gefasst wurden, um den Haushalt auszugleichen.  Kurz gesagt, es wird von der Stadt Mölln mehr Geld ausgegeben, als sie einnimmt. Dies wiederum lässt nur den Schluss zu, dass die Stadt Mölln eigentlich ein Fall für Peter Zwegat (Raus aus den Schulden) ist. Die Stadt Mölln sind nicht nur die städtischen Bediensteten und die Kommunalpolitiker, sondern auch Sie, liebe Möllner Bürger.

Aber Spaß beiseite, es besteht dringender Handlungsbedarf, um den Haushalt zu konsolidieren. Mögliche Varianten hierfür sind Einnahmenerhöhungen (z.B. Gebühren, Steuern) auf der einen Seite und Ausgabensenkungen (Streichung freiwilliger Leistungen, Personalkosteneinsparungen, Verschiebung von Projekten) auf der anderen Seite.

Von alldem sind wir aber in Mölln noch weit entfernt! Die von der FMW, der SPD und den Grünen geforderte Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer konnte leider bislang nicht durchgesetzt werden, da es dem Wahlversprechen der CDU und der FDP zuwiderläuft. Zwingend erforderlich bei in Zukunft auftretenden Fehlbeträgen im Haushalt (und die wird es unweigerlich geben), ist eine Näherung an die vom Land vorgegebenen Richtwerte, um eine Fehlbedarfszuweisung vom Land zu erhalten. Diese werden in Zukunft angehoben! Nun kann man es sich leicht machen und sagen, dass es auch bei einer Anhebung nicht sicher gestellt ist, eine Zuweisung zu erhalten, aber man verzichtet auch auf die dringend benötigte Mehreinnahme.

Auch auf der Ausgabenseite haben wir uns von der Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Breitenfelde Kosteneinsparungen z.B im Personalbereich für beide Seiten erhofft, aber weit gefehlt. Außer einer räumlichen Zusammenlegung ist für die Bürgerinnen und Bürger des Amtes Breitenfelde und der Stadt Mölln noch nicht erkennbar, welchen Zweck das Ganze hatte.

Wir Möllner Kommunalpolitiker täten gut daran, einen harten Sparkurs zu fahren, sicherlich mit dem einen oder anderen schmerzhaften Einschnitt bei allen unseren Vorhaben, aber auch mit der Gewissheit, dass wir das Geld, das unsere Kinder später benötigen, nicht schon verbraucht haben.

Roland Schuhr

FMW-Stadtvertreter und

Vorsitzender des Finanzausschusses der Stadt Mölln

Mölln hat keinen Haushalt

Januar 3rd, 2010

Am Donnerstag, 17.12.2009 tagte die Möllner Stadtvertretung zum letzten Mal in diesem Jahr. Ziel der Sitzung war die Verabschiedung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes für das Jahr 2010. Es kam jedoch anders, als es sich viele vorgestellt hatten. Bekam die Haushaltssatzung noch die erforderliche Mehrheit, so scheiterte die Abstimmung über den Haushaltsplan. Einziger strittiger Punkt bei den Beratungen war die Anhebung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer. Die Fraktionen der FMW,SPD und Bündnis90/Die Grünen haben sich für die Anhebung der Hebesätze entschieden, um hier im kommenden Jahr den Haushaltsfehlbetrag von 2,2 Mio € auf 1,9 Mio € zu schmälern. Die FMW sieht in der Erhöhung der Hebesätze einen solidarischen Beitrag der Grund- und Gewerbesteuerzahler. Die Fraktionen der CDU und der FDP wollen auf kommunaler Ebene unhaltbare Wahlversprechen umsetzen, wie zum Beispiel die Nichtanhebung der Steuern. Es wird den Bürgern weis gemacht, dass die Konjunktur gerade dabei ist, sich zu erholen, und aus diesem Grunde wäre eine Steuererhöhung das falsche Signal.Vor dem Hintergrund der Verabschiedung des Wachtumsbeschleunigungsgesetzes der schwarz-gelben Koalition in Berlin klingt dies wie blanker Hohn. Der Deutsche Städtetag hat in ersten Verlautbarungen festgestelltt, dass den Kommunen durch dieses Gesetz im kommenden Jahr tief in die Tasche gegriffen wird. Der jetzt für 2010 bestehende Fehlbetrag wird sich, wenn nicht irgendwelche spürbaren Entlastungen beschlossen werden, immens erhöhen.Um in kommenden Jahren bei festgestellten Fehlbeträgen im Haushalt, Zuweisungen vom Land zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Dies sind zum Einen Richtwerte für die Hebesätze bei den Grund- und Gewerbesteuern. Durch die Anhebung dieser Hebesätze in Mölln sind wir zwar immer noch 10 Prozentpunkte unterhalb dieser Richtwerte, können aber für die Zukunft feststellen, dass eine erneute Anhebung in den kommenden Jahren nicht so schmerzhaft wäre, wie eine Erhöhung um dann 30 Prozentpunkte.Eine Erhöhung um 20 Prozentpunkte hört sich zunächst schlimmer an, als es tatsächlich ist. Bei Einfamilienhäusern sind es effektiv 7 Prozent, bei fälligen Gewerbesteuerzahlungen effektiv 1 Prozent. Festzustellen bleibt weiterhin, dass die Gewerbesteuer eine reine Ertragssteuer ist. Nur bei festgestelltem Gewinn ist diese Steuer fällig.Gänzlich unbeachtet blieb bisher auch die vom Land schon vor geraumer Zeit beschlossene stetige Erhöhung der Gewerbesteuerumlage, die die Stadt Mölln abführen muss. Egal welcher Hebesatz im kommenden Jahr in Mölln gültig ist, die Gewerbesteuerumlage erhöht sich um den stolzen Betrag von 38.000,- €. Es scheint den politisch verantwortlichen Mitgliedern der FDP- und CDU-Fraktion in der Möllner Stadtvertretung egal zu sein, dies wäre ja eine gesetzliche Regelung.Wir fragen uns jedoch, wie der immer enger werdende finanzielle Spielraum für die Stadt Mölln entlastet werden kann. Jeder andere Einschnitt im Haushalt wird zukünftig freiwillige Zuschüsse und Zuweisungen an Vereine und Verbände betreffen. Aus diesem Grunde stehen wir nach wie vor für eine moderate Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern. Wir sagen dem mündigen Bürger lieber die Wahrheit, als vage Vermutungen für die Zukunft anzustellen, frei nach dem Motto: “Was in ein,zwei Jahren ist, werden wir dann sehen.” 

Roland Schuhr, FMW-Stadtvertreter und Vorsitzender des Finanzausschusses 

Frohe Weihnachten

Dezember 27th, 2009

Frohe Weihnachten und ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen. Für die kommenden Feiertage wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine schöne und friedliche Zeit sowie einen guten Start ins neue Jahr.

Ihre FMW

Verbindungsstraße Mölln-Süd

September 8th, 2009

Bei der letzten Stadtvertretersitzung war der Beschluss einstimmig—nach den Sommerferien soll im Rahmen einer Einwohnerversammlung mit Thema Südumgehung Mölln / südliche Sammelstraße der Planungsstand erörtert werden um so den Bürgern das Vorhaben näherzubringen.  Ausgangspunkt war ein von der Stadtvertretung im Jahre 2006 in Auftrag gegebenen Gutachten welches in Anknüpfung an eine vorangegangene Untersuchung die prekäre Verkehrssituation zwischen der Bundesstraße B207, der Überquerung des Elbe-Lübeck Kanals und der anschließenden Verkehrsführung der L257 / L287über den Vorkamp, Eichholzberg, Grambeker Weg, Berliner Straße zum Gudower Weg untersuchen soll. Das vorliegende Gutachten(Dezember 2008) hat die Verkehrsströme ermittelt, eine Einschätzung für das Verkehrsaufkommen in den folgenden Jahren prognostiziert und zwei Varianten zur möglichen zukünftigen Verkehrsführung aufgezeigt.Die sogenannte Verbindungsstraße Mölln-Süd, Planfall S1 und Planfall S2. Beide Varianten haben zum Ziel einer Anbindung der B207, mehr oder weniger direkt, mit dem Gudower Weg L287 auf Höhe westlich des Lütauer Sees. Gerade das Teilstück vom Grambeker Weg zum Gudower Weg führt durch Wohngebiete und durch eine der beliebtesten Waldlandschaften Möllns.Gibt es wirklich nur diese beiden Alternativen? Die FMW denkt nicht so.Nach wie vor sollte die Diskussion offen sein für das Für und Wider einer solchen für Mölln wichtigen Baumaßnahme. Gerade in der Planungsphase müssen die Interessen und Bedenken besonders der unmittelbar beteiligten Anlieger ernst genommen werden, aber auch die Belange von Natur und Landschaft, sowie die Baukosten immer wieder auf ihre Aktualität hin geprüft werden.Ein Umstand sollte dabei immer präsent sein. Die Kanalbrücke ist nicht für die Ewigkeit gebaut. Eine Einschränkung oder gar ein Ausfall der Befahrbarkeit der Kanalbrücke würde zwangsläufig zu einem Verkehrskollaps in der Hauptstraße bzw. im Grambeker Weg führen. Es muß erlaubt sein zu fragen warum eine Verbindungsstraße bis zum Gudower Weg realisiert werden soll?Der Verkehr in Richtung Gudow wurde in dem Gutachten mit unter 5000 KFZ/pro Tag und ca. 7% Schwerlastverkehr als gering eingestuft. Eine Anbindung des Gewerbegebietes Mölln, der Mülldeponie Damm, sowie eine weitere Zufahrt zu den am Grambeker Weg angesiedelten Verbrauchermärkten ist wünschenswert und würde den Verkehr an der Kanalbrücke stark entlasten. Auch die Anbindung der Industriestraße an die zukünftige Verbindungsstraße wäre sinnvoll und wünschenswert. All dies könnte bereits mit einer südlichen Anbindung an die geplante Umgehungstraße Breitenfelde über den Elbe-Lübeck-Kanal, die Bahnüberführung bis zum Grambeker Weg, Höhe Liliental Weg realisiert werden. Dabei führt diese Trasse über „unbewohntes Gebiet“ durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, wie auch die Trasse des Planfalles S1 (siehe auch Grafik 1/2/3). Die Strecke S2 (siehe auch Grafik 4/5/6/7) von der Umgehungsstraße B207 bis zum Grambeker Weg ist erheblich länger als S1. Außerdem durchschneidet diese Umgehungsstraße das Waldgebiet zwischen der Eisenbahnbrücke und dem Grambeker Weg .Die Eisenbahnbrücke würde ca. 10 – 12m hoch werden, wollen wir das eigentlich? Ein weiteres Problem, diese Umgehung endet am Grambeker Weg in Höhe Heidering. Der LKW-Verkehr müsste somit rückwärts über den Grambeker Weg nach Mölln ins Gewerbegebiet und dem anschließenden „Discountergebiet“ geleitet  werden. Desweiteren besteht die Gefahr, dass eventuell später einmal der Heidering tatsächlich ausgebaut wird und dann der gesamte Verkehr zum Gudower Weg durch das Wohngebiet „Waldstadt Mölln“ führt; oder es müssen erhebliche Waldflächen am Drüsensee/ Lütauer See durch den Straßenbau vernichtet werden.Aus Sicht der FMW reicht eine „Verbindungsallee“ von der Bundesstraße bis zum Grambeker Weg allemal aus, die heutige Kanalbrücke zu entlasten und einen flüssigen Verkehrsfluss der L257/L287 durch Mölln zu gewährleisten. Zugegeben es können hiermit nicht alle Wünsche erfüllt werden, doch für alle Anwohner der in den Planfällen S1 / S2 beschriebenen Trassen ist die „Verbindungsallee“ sicher die einzige sinnvolle Lösung. Nicht nur die Strecke selbst „halbiert“ sich, auch die Kosten würden sich stark reduzieren.Vorausgesetzt die geplanten Zuschüsse können auch so realisiert werden (bis 70% der Kosten trägt der Bund bzw. das Land), wird sich die FMW für eine „Verbindungsallee“ von der B207 bis zum Grambeker Weg einsetzen. Die Realisierung einer südlichen Umgehungsstraße in welcher Ausführung auch immer, ohne entsprechende Zuschüsse, würde für Mölln allein aus heutiger Sicht nicht finanzierbar sein. Die FMW würde einer Realisierung in diesem Fall nicht zustimmen.

Mölln mögen?

Mai 10th, 2009

Ich habe oft den Eindruck, dass wir Möllner unsere Stadt nicht wirklich mögen.  Uns sollte doch die Sauberkeit der Stadt, der Zustand der Innenstadt, die Attraktivität der Hauptstraße besonders am Herzen liegen. Ich muss leider  zugeben, dass ich kein großer Fußgänger bin, aber wenn ich dann doch mal zu Fuß in die Stadt gehe fällt mir viel Ungepflegtes und Vernachlässigtes auf. Angefangen von dem Bewuchs an den Bürgersteigen, herumliegendem Papier und sonstigem Unrat. Manchmal denke ich mit Mölln verhält es sich wie mit den Häusern von alten Menschen, denen die Kraft fehlt, den einst geliebten Garten zu pflegen und die Häuser instand zu halten. Langsam schleicht sich die Vernachlässigung ein, bis eines Tages die neuen Besitzer mit Elan und frischen Ideen ihr Eigentum aufputzen. Nur wer kauft schon eine Stadt?Die Politik liebt die großen teuren Projekte für die es Fördermittel gibt und die Wachstum und Fortschritt bedeuten. Kleines wird in der Kommunalpolitik oft abgetan, weil es kein Thema für Presse und Wahlkampf ist, es dient nicht dem Prestige, aber es hat große Wirkung auf das Wohlgefühl in der Lebensumwelt. Lange hat unser ehemaliger Fraktionsvorsitzende Hans Reis einen „Stadtkümmerer“ gefordert und ist mit dieser Forderung teilweise belächelt worden. Ich mag Mölln wirklich und lebe gern hier. Aber wenn ich mir den Zustand unserer Stadt betrachte, ist ein Stadtkümmerer wirklich vonnöten. Und auch der Willen aller, Bürger, Politik und Verwaltung die kleinen Dinge wie Sauberkeit der Stadt anzupacken. Das bedeutet gegebenenfalls auch, die finanziellen Mittel für eine solche Stelle bereit zustellen, aber ich finde, das sollte es uns wert sein. Mölln plant ein großes touristisches Projekt mit dem Quellenhof und dem Kurmittelhaus, wir haben großes mit dem wunderbaren Wildpark vor und der Kurpark wird verschönert. All dies soll den Tourismus fördern. Aber die Menschen die kommen sollen sich auch wohl fühlen und nicht überall auf Zeichen der Vernachlässigung stoßen.   Ich war sehr erschrocken in welchem Zustand sich der Eingangsbereich vor ehemals Hertie am 5.4., dem verkaufsoffenen Sonntag befand. Jetzt steht die Maibaumaufstellung und der zweite verkaufsoffene Sonntag vor der Tür. Beide Veranstaltungen werden viel Publikum anziehen. Die Besitzgesellschaft, bzw. der Insolvenzverwalter von Hertie werden nicht zu bewegen sein, hier für Ordnung zu sorgen, das hat die Verwaltung mehrfach versucht. Aber wollen wir Möllner wirklich dieses Bild unserer Hauptstraße bieten. Es wäre ein Signal wenn die Verwaltung hier einmal reinigen lässt. Vielleicht kann die Stadt auch einem der Cafébetreiber erlauben, hier Tische aufzustellen gegen die Reinigung der Fläche. Die würde das Straßenbild der Hauptstraße schon merklich verbessern.Liebe Möllner Bürger, lassen Sie uns alle mit den kleinen Dingen anfangen, von der Pflege des eigenen Grundstücks und vor allem ihres Bürgersteiganteils bis hin zum Verzicht, seinen Müll dort fallen zu lassen wo er anfällt. Dankenswerterweise hat Mölln noch Mülleimer. Und fangen Sie an die Stadt zu mögen und über das Gute in Mölln zu sprechen und ich bin sicher, da fällt Ihnen ganz viel ein. 

April 2009-05-10

Rosemarie Büttner

Entscheiden wir das, was die Möllner wollen?

April 12th, 2009

Knapp zehn Monate ist es her, dass die Möllner ihre neue Stadtvertretung gewählt haben. Vieles ist seitdem auf den Weg gebracht worden. Angefangen bei der Mehrheitsentscheidung der vermeintlichen großen Volksparteien, die Ausschusssitze der städtischen Ausschüsse auf zehn Mitglieder festzuschreiben, wohl wissend, dass dies nicht dem Wählerwillen entspricht. Dies kann zweifelsohne im Gemeinderecht nachgelesen werden. Hier steht deutlich geschrieben, dass die Ausschussbesetzung ein Spiegelbild der Stadtvertretung sein soll, und das ist nicht der Fall. Aber wir leben ja in einer Demokratie und haben den jetzigen Zustand hinnehmen müssen.Es ist der Stadtvertretung zum Ende des letzten Jahres gelungen, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung einen ausgeglichenen Haushalt zu verabschieden. Dies auch unter dem Gesichtspunkt, den Möllner Bahnhof von der Deutschen Bahn zu erwerben. Ich persönlich halte diese Entscheidung nach wie vor für nicht glücklich, da die Vertragsverhandlungen mit der Bahn noch immer nicht abgeschlossen sind, und sich meine Vorbehalte zu bestätigen scheinen. Es gibt nach wie vor kein vernünftiges Konzept für die zukünftige Nutzung der von der Bahn angebotenen „Schrottimmobilie“. Hier hilft es auch nicht, mit dem öffentlichen Auftrag der Stadt zu argumentieren und Förderungen, die man erhalten hat und eventuell zurückzahlen muss, zum Gegenstand der Diskussion zu machen. Der Bahnhof ist und wird, so leid es mir tut, nicht zum touristischen Dreh- und Angelpunkt unserer Stadt werden. Dieser Punkt kann nur inmitten unserer Möllner Alt- und Innenstadt liegen.Die Möllner Alt- und Innenstadt ist ohnehin zurzeit Gegenstand vieler Diskussionen. Es  werden Altstadtstammtische ins Leben gerufen, Gesprächskreise von betroffenen Anwohnern gegründet und darüber hinaus kümmert sich noch der Verein Mölln Marketing verzweifelt um eine Belebung der Innenstadt. Dies alles mit nur mäßigem Erfolg, allein schon wenn man bedenkt, dass anderenorts über die Schließung des Hertiekaufhauses entschieden wurde. In der örtlichen Presse wird der Leerstand dokumentiert, Lösungen scheint es nicht zu geben. Sicherlich schulden wir der Innenstadt das Einkaufsinteresse, auch bedingt durch die zentrale Ansiedelung der großen Discounter auf der „grünen Wiese“. Diese wären aber auch nicht bereit gewesen, in die Innenstadt zu ziehen, da es hier keine Verkaufsflächen in der erforderlichen Größe gibt. Es ist meiner Meinung nach höchste Zeit, dieses Problem ebenfalls in fachkundige Hände zu geben, genauso wie es mit der Beauftragung einer Firma zum Schulwegsicherungskonzept geschehen ist. Darüber hinaus sollten sich alle Beteiligten: Bewohner, Geschäftsinhaber, die Verwaltung der Stadt Mölln sowie die Vertreter der politischen Parteien endlich gemeinsam an einen Tisch setzen, getreu dem Motto: „Leben, Wohnen, Verweilen und Einkaufen in der Möllner Altstadt!“ Die hierbei entstehenden Diskussionen bringen für alle sicherlich mehr als die Eigenbrötelei einiger weniger. Es darf mit der Altstadt und ihren Bewohnern und Geschäftstreibenden kein parteipolitischer Wahlkampf betrieben werden. Und Sie alle, liebe Möllner Mitbürgerinnen und Mitbürger können Ihren Teil dazu beitragen, werden Sie aktiv, machen Sie mit. Es lohnt sich, für unser „noch“ schönes Mölln Ideen zu entwickeln!  

Roland Schuhr – FMW-Stadtvertreter

Gebäudeverwaltung der Stadt Mölln

Februar 21st, 2009

Wir begrüßen die Überlegungen der Verwaltung, ein Gebäudemanagement einzurichten. Bislang werden die der Stadt Mölln gehörenden Gebäude, zu denen z. B das Stadthaus, Kindergärten, Schulen, Bücherei gehören, von den verschiedenen Ämtern, denen sie sachlich zugeordnet sind verwaltet. Die kameralistische Buchführung erschwert eine Erhaltungs- und Investitionsplanung, da nach Fertigstellung diese Position nicht mehr im Haushalt erscheint. Im Jahre 2010 soll der Start in die Doppik (doppelte Buchhaltung für Ämter und Gemeinden, ähnlich einer kaufmännischen Buchführung) erfolgen. Das sollte auch der späteste Zeitpunkt für die Verwaltung sein, einen Bereich Gebäudemanagement einzurichten und die Aufgabenbereiche entsprechend zu strukturieren.

Dies erscheint uns dringend notwendig vor dem Hintergrund, dass eine Sanierungsmaßnahme wie die Wärmedämmung der Bücherei zwei Jahre zwar im Haushalt geplant war, aber aus Zeitmangel nicht beauftragt wurde. Dies hatte zur Folge, dass die Kosten inzwischen um mehr als 100.000,00 € gestiegen sind. Uns ist auch aufgefallen, dass z.B. die Kosten für Heizung für den großen Kindergarten im Großen Eschenhorst erheblich geringer sind als im halb so großen Till-Eulenspiegel-Kindergarten. Dies liegt sicherlich auch am Alter des Gebäudes und der Heizanlage, jedoch hätte unseres Erachtens eine zukunftsgerichtete Instandhaltungsplanung der Verwaltung für eine bessere Energieeffizienz der städtischen Gebäude gesorgt, indem energiesparende Investitionen rechtzeitig in Angriff genommen hätten können. Es gibt Beschlüsse der Stadtvertretung z.B. zum Klimaschutz vom 19.4.07, deren Bearbeitung bisher nicht erfolgt ist, weil sich die Bearbeitung wegen der Aufsplitterung auf verschiedene Ämter schwierig gestaltet.

Wir alle haben in den letzten Jahren feststellen müssen, dass die Energiekosten unaufhaltsam steigen. Auch die jetzige wirtschaftliche Krise wird uns leider keine preiswertere Energie bringen - im Gegenteil, die Preise steigen weiter. Man muss sich nur das Hick-Hack wegen der Gasdurchleitung zwischen Russland und der   Ukraine ansehen. Zusätzlich wird immer klarer, dass große Anstrengungen von Privat als auch Kommunen, Kreisen und Bundeslängern unternommen werden müssen, um die drohenden Klimaveränderungen (wir wollen noch gar nicht von Klimakatastrophe reden) zu verhindern. Dazu gehören optimale Gebäudedämmung, umweltfreundliche und sparsame Heizungsanlagen, Einsatz von Energiesparbeleuchtungsmitteln. Alle diese Punkte erfordern, dass die Stadt über den Ist-Zustand gut informiert ist und möglichst zügig der Politik eine umfassende Darstellung der städtischen Gebäude und der notwendigen Energiespar- und Modernisierungsmaßnahmen vorlegt, damit die Dringlichkeit  in den zuständigen Ausschüssen beraten und entschieden werden kann.

 

Erschienen im MM Jan. 2009 Rosemarie Büttner

Frohe Weihnachten

Dezember 22nd, 2008

Ob Grade über oder unter Null,

ob es regnet oder schneit,

besonders schön und wundervoll

sei Eure Weihnachtszeit.

In diesem Sinne eine besinnliche Weihnacht und einen guten Start ins neue Jahr wünscht

Euch

Udo